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Gewehr

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Gezielt wird bei allen Gewehrarten mit Hilfe eines Diopters und eines Ringkornes. Sobald sich "das Schwarze" in der Mitte des Ringkornes befindet, kann der Schuss gelöst werden, und man schießt eine Zehn.

Der Reiz an dieser Sportart ist, dass es eben nicht so einfach ist, wie es sich anhört. Vielmehr erfordert es ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung. Immerhin gilt es, um eine Zehn (die höchstmögliche Ringzahl) zu erreichen, auf die Entfernung von 10 Metern einen 0,5mm (!) kleinen Punkt zu treffen. Auf die Distanz von 50 Metern ist die Zehn mit 10,4mm Durchmesser auch verhältnismäßig klein. Also braucht man neben einer ruhigen Hand und innerer Ruhe auch eine gute allgemeine Kondition, um seinen Körper unter Kontrolle halten zu können.

Damit der eigene Körper möglichst ruhig steht, tragen Gewehrschützen für Außenstehende recht seltsam anmutende Schießkleidung. Jacken und Hosen aus festem Material und Schuhe mit extrastarker Sohle verleihen dem Gewehrschützen den typischen "Entengang" wenn sie sich zum Schießstand bewegen.

( Quelle: DSJ )

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Luftgewehr

 

Beispiel: Walther LG 210

Kaliber: 4,5mm

Gewicht: ca. 4.700 g

Abzugsgewicht: 70 - 130 g

Magazinkapazität: 1

 

Beim Luftgewehr wird eine Bleikugel (eigentlich keine Kugel, daher auch Diabolo genannt) mit einem Durchmesser von 4,5 mm durch komprimierte Luft oder CO2 durch den Lauf getrieben. Noch vor ein paar Jahren musste der Schütze einige Kraft beim Spannen der Waffe aufwenden, um die Luft mittels eines Kolbens "von Hand" zu verdichten. Nunmehr verfügen die Luftgewehre über eine nachfüllbare Pressluftkartusche, so dass einfach nur die Kugel eingelegt wird.

Im Wettkampf schießen Frauen mit dem Luftgewehr 40 Schuss, Männer 60. Schüler (bis 13 Jahre) schießen 20 Schuss. Für die Schüler und Jugendklasse (bis 15 Jahre) wird auch ein Dreistellungswettbewerb angeboten. Hier werden jeweils 10 Schuss im liegen, stehen und knien abgegeben.

( Quelle: DSJ )

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Kleinkalibergewehr

 

Beispiel: Feinwerkbau 2602 Sport

Kaliber: 22 lfb

Gewicht: ca. 5,8 kg

Abzugsgewicht: 50 - 180 g

Magazinkapazität: 1

 

Beim Kleinkalibergewehr wird mit sogenannten Randfeuerpatronen (5,6mm) geschossen. Hier löst der Abzug einen Schlag auf den Zünder im hinteren Teil der Patrone aus, dieser explodiert und die freigesetzte Energie treibt ein Bleigeschoss richtung Scheibe.

Diese steht je nach Disziplin 50 oder 100 Meter vom Schützen entfernt. Als offizielle Wettkampfprogramme sind hier 60 Schuss liegend und der Dreistellungswettkampf (je 20 bzw. 40 Schuss liegend, stehend und kniend) im Angebot. Auf 100m wird nur stehend geschossen.

( Quelle: DSJ )  

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Vorderlader

 

Beispiel:  Tryon Modell "Maple"

Kaliber: .45

Gewicht: 4,3 kg

Magazinkapazität: 1

 

Eine weitere noch recht verbreitete Gewehrdisziplin ist das Vorderladerschießen. ebenfalls eher was für Tüftler. Geschossen wird auf 50 oder 100 Meter. Hierzu wird eine Schwarzpulvermischung von vorne in den Lauf geschüttet, eine Kugel darauf, das ganze mit einem Stock "gestopft", und dann wird mit Hilfe eines Zündhütchens das Pulver im Lauf zur Explosion gebracht und treibt die Kugel aus dem Lauf. Da hier jeder Schütze seine eigene Pulvermischung kreiert und seine Bleikugeln passend zum Lauf selbst gießt, ist auch dies eine Wissenschaft für sich. Die Chance, die Scheibenmitte zu treffen soll sich hier angeblich erhöhen, wenn man die Kugeln bei Vollmond gießt oder gar gewonnene Silbermedaillen mit einschmilzt ...

( Quelle: DSJ )

 

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Unterhebel-Repetiergewehr

 

Beispiel:  Marlin 1894 Cowboy

Kaliber: 45 Colt, 357 Mag. / 38 Spl.*, or 44 Mag. / 44Spl

Gewicht: 2,7 kg

Magazinkapazität: 10

 

Das klassische, historische Unterhebelgewehr ist das Hunt-Repetiergewehr, die Volcanic-Rifle und die nachfolgenden Winchester-Gewehre. Heute dominieren Unterhebelwaffen der Firma Marlin, die ihre ersten Langwaffen ab 1881 produzierten. Das Hunt-Repetiergewehr wurde schon 1849 gebaut, die Vulcanic-Rifle 1854 und das erste Winchester-Gewehr im Jahre 1866.

Allen diese Waffen ist gemeinsam, dass der Repetiervorgang über den Unterhebel (Lever Action System) erfolgt. Durch das Vordrücken des Unterhebels wird die abgeschossene Patrone ausgeworfen und aus dem unter dem Lauf befindlichen Magazin wurd durch eine Feder eine Patrone in Richtung Systemkasten gedrückt. Durch die Rückbewegung des Unterhebels wird diese Patrone in das Patronenlager eingeschoben und der Hahn wird automatisch gespannt. Der Repetiervorgang wurde in den westlichen Grundzügen für die Winchestermodelle 1866,1873 und 1876 beibehalten.

K.S.

 

 

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Rolling Block

 

Beispiel:  Pedersoli Modell "Creedmore Long Range Target"

Kaliber: .45/70Gov. /  .357Mag

Gewicht: 4,7 kg

Magazinkapazität: 1

 

Nachem die Firma Remington ab 1857 ihren ersten Vorderlader-Revolver produzierte, (Remington-Beals, first Model Pocket Revolver) wurde ab 1867 auch eine Langwaffe konstruiert und produziert, das Remington Rolling Block-Gewehr. (Patent vom 15.Nov. 1865 und 17.April 1866). Vorher wurde schon eine einschüssige Schrotflinte gebaut, die viele Merkmale der späteren Gewehre aufwies. (Remington Single Shot Breech-Loading-Carbine). Diese, sowie die nachfolgenden Langwaffen waren Hinterladergewehre. Sie waren einschüssig und hatten kein Magazin.

Zum Schießen wurde der Hahn mit dem Daumen zurückgezogen. Dann wurde der Verschluß mit dem Zündstift und dem Patronenauszieher ebenfalls mit dem Daumen geöffnet. Dabei rollte der Verschlussblock nach unten weg, so dass das Patronenlager offen war. Jetzt konnte eine Patrone eingelegt werden. Der Verschlussblock wurde dann wieder von unten nach oben gerollt, dabei wurde das Patronenlager geschlossen und der Hahn, der vorher in der Sicherheitsrast war, wurde wieder frei. ( Bei geöffnetem Verschlussstück konnte er Hahn nicht betätigt werden ). Erst jetzt war die Waffe wieder feuerbereit. 

Im Zeitraum von 1867 bis 1937 wurden mehr als 1 000 000 Waffen produziert.

K.S.


Revision: 2007/12/08 - 17:52 - © Schützenverein St.Leon
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